Wiegen

Wiegen


Durch die Verwiegung wird die Produktleistung und die geförderte Gesamtmenge bestimmt. Vorteile der kontinuierlichen Verwiegung sind, dass der Produktstrom nicht unterbrochen wird und die nachfolgenden Förderelemente und zu speisenden Maschinen nicht ungleichmäßig belastet werden.

Kontinuierliche Verwiegung frei fließender Schüttgüter


Abb.2: Kontinuierlich wiegen mit der Prallrohrwaage

In einem Betriebsprozess ist es manchmal nicht möglich, ein Schüttgut durch eine diskontinuierliche Waage zu messen. Um eine Unterbrechung des Prozesses zu vermeiden, muss das Produkt kontinuierlich gewogen werden. Dies kann durch eine Prallwaage realisiert werden. Eine Prallplatte überträgt dabei die Kraft auf eine empfindliche Wägezelle. Als Ergebnis erhält man den aktuellen Massendurchfluss in t/h und das gesamte geförderte Gewicht in kg, welches durch Integration bestimmt wird.

In der folgenden Abbildung ist die Funktionsweise einer kontinuierlich arbeitenden Prallwaage dargestellt. Das Schüttgut betritt die Waage zunächst durch den Produkteinlauf. Es wird durch eine 90° Umlenkung gebremst. Dadurch wird erreicht, dass das Produkt definiert beschleunigt wird. Anschließend trifft es auf ein Prallrohr. In diesem Prallrohr wird einerseits die definierte Aufprallkraft und andererseits die auf den Rohrbogen des Prallrohrs ausgeübte Zentralbeschleunigung gemessen. Danach verlässt das Schüttgut die Waage.

Der Einfachheit und Betriebssicherheit steht bei diesen Systemen die Genauigkeit gegenüber. Ein Prallplattensystem kommt in der betrieblichen Praxis (d.h. wechselnde Schütteigenschaften, schwankende Zulaufmengen) gewöhnlich nicht unter eine Messungenauigkeit von 1 - 2%. Im Falle von optimalen Voraussetzungen (gleichbleibender Zulauf und gleichbleibende Produktqualität) können aber durchaus bessere Genauigkeiten erzielt werden. Grundsätzlich lässt sich sagen, dass diese Messgenauigkeit über einen weiten Messbereich erzielt werden können, bei relativ niedrigen Leistungen (d.h. unterhalb von 10% vom Messbereichsendwert) aber höher sein können. Ein Prallplattensystem ist nicht eichfähig und wird daher gewöhnlich zur innerbetrieblichen Kontrolle eingesetzt.
Die Prallrohrwaage basiert auf dem Prallplatten-Prinzip.

Kontinuierliche Verwiegung schwer fließender Schüttgüter

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Abb.1: Prinzipschema der Rotorwaage

Die Schwierigkeit in der Verwiegung von Produkten wie Mehlen, Pulvern, Stäuben usw. besteht in ihren ungünstigen Fließeigenschaften. So ist es nur sehr schwer möglich, diese Produkte beispielweise über ein Prallplattensystem zu wiegen. Anbackung führen leicht zu einer ungenauen Messung. Dieses Handicap wird durch das Coriolis-System gelöst.

Corioliswaagen (auch bekannt unter dem Namen Coriolis-Massendurchflussmesser) werten das Drehmoment aus, welches entsteht, wenn Feststoffe radial beschleunigt und tangential abgelenkt werden.

Durch die Beschleunigung in der Corioliswaage bleibt das Produkt ständig in Bewegung und kann keine Brücken oder Anbackungen bilden. Die Messung findet vollkontinuierlich statt. Vibrationen haben genauso wenig Einfluss auf das Messergebnis, wie die Dichte. Die Kraft wirkt in tangentialer, die Reibung hingegen in radialer Richtung. Bei Produktwechsel muss keine Einkalibrierung vorgenommen werden.

Die Rotorwaage basiert auf dem Coriolis-Prinzip.